Bei einer Anreißschablone legt die Bezugskante fest, wo deine Markierung landet. Plane deshalb zuerst, woran die Schablone am Werkstück anliegt. Erst danach kommen Kontur, Markieröffnungen und Griffstellen.
Einen eindeutigen Bezug wählen
Entscheide, welche Kante oder Fläche deines Werkstücks die Lage bestimmt. Prüfe, ob diese Stelle an allen Werkstücken zugänglich und vergleichbar ist. Eine grobe oder wechselnde Kante kann dazu führen, dass du die Schablone jedes Mal anders ansetzt.
Wenn die Schablone an zwei Seiten anliegt, probiere den Sitz an einem echten Werkstück aus. Prüfe, ob beide Anschläge gleichzeitig sauber aufliegen. Eine sichtbare Fuge an einem Anschlag ist ein Hinweis, den Bezug noch einmal zu prüfen.
Stift und Markierstelle zusammen planen
Nimm den Stift oder Anreißer, den du später verwenden möchtest. Prüfe Spitzenform, Schaftdurchmesser und den Winkel, in dem du ihn führen kannst. Eine Öffnung kann breit genug für die Spitze sein und trotzdem den Schaft so begrenzen, dass die Markierung seitlich versetzt entsteht.
Probiere mehrere Markierungen mit derselben Haltung aus. Miss sie vom festgelegten Bezug aus nach. Der Test soll zeigen, ob du die gewünschte Position im Arbeitsablauf wiederfindest, ohne den Stift jedes Mal anders anzusetzen.
Verdrehen und Spiegeln berücksichtigen
Überlege, ob sich die Schablone versehentlich umdrehen lässt. Eine im Modell erkennbare Oberseite oder eine asymmetrische Kontur kann die Orientierung verdeutlichen. Wenn du linke und rechte Werkstücke bearbeitest, lege fest, ob dafür zwei unterschiedliche Dateien nötig sind.
Benenne diese Varianten eindeutig. Bewahre zu jeder Datei eine einfache Zuordnung auf, etwa "linke Werkstückseite, Anschlag oben". Diese Notiz bleibt bei deinen Arbeitsunterlagen und gehört nicht als Werbetext auf das Teil.
Auf einem Probestück vergleichen
Setze die Schablone mehrfach neu an und übertrage die Markierungen. Vergleiche ihre Lage. So erkennst du, ob der Anschlag eindeutig ist und ob du beim Halten verrutschst. Eine einzelne passende Markierung beantwortet diese Frage noch nicht.
Wenn du mit der Hilfe bohren oder andere rotierende Werkzeuge führen möchtest, braucht der Aufbau eine gesonderte Prüfung. Ein gedrucktes Loch ist nicht automatisch eine geeignete Bohrbuchse. Dieser Ratgeber behandelt das Anreißen und Positionieren.
Vor dem Druck kontrollieren
- Die Bezugskante ist am Werkstück erreichbar.
- Anschlag und Oberseite sind eindeutig.
- Das tatsächliche Markierwerkzeug lässt sich führen.
- Der Musterablauf wurde am Probestück wiederholt.
Auf Schablonen 3D drucken lassen kannst du deine fertige Datei hochladen. Für Aufnahmen, die Bauteile während der Montage halten sollen, gibt es außerdem die Seite zu Montagevorrichtungen.